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DIN ISO 9001

Der Erfolg kam mit der Umstellung auf den prozessorientierten Ansatz. Die DIN ISO 9001 ist inzwischen die am häufigsten genutzte Grundlage (Norm) zur Entwicklung unternehmensspezifischer Qualitätsmanagementsysteme auch im Gesundheitswesen. Die hierin festgelegten Anforderungen sind allgemein formuliert und können auf alle Organisationen angewandt werden, unabhängig von Größe oder Art des Unternehmens. Darüber hinaus korrespondiert die DIN ISO 9001 mit anderen Normen aus den Bereichen des Arbeitsschutzes oder des Umweltmanagements.
Das Verfahren zur Entwicklung und Implementierung eines QM-Systems nach der DIN ISO 9001 erfordert die Umsetzung der in der Norm gestellten Anforderungen. Die Norm ist das Ge-rüst, welches mit Fleisch (Inhalten) gefüllt werden muss. Eine umfassende aber schlanke Lösung erhöht die Akzeptanz des QM-Systems bei den Mitarbeitern. Als hilfreich hat sich die Beratung durch einen externen QM-Experten erwiesen. Hierbei sollte man sinnvollerweise auf die erforderliche Fachkompetenz in dem betreffenden Dienstleistungssektor achten, in welchem die eigene Organisation tätig ist.
Eine Zertifizierung ist optional und kann bei den akkreditierten Zertifizierungsgesellschaften beantragt werden. Eine Übersicht solcher Zertifizierungsstellen finden Sie auf der Internetseite der TGA (Trägergemeinschaft für Akkreditierung German Association for Accreditation GmbH). www.tga-gmbh.de

Auf der DIN ISO 9001 bauen weitere QM-Systeme auf, beziehungsweise haben diese Norm als Voraussetzung oder Grundlage.

Diakonie-Siegel Pflege

Das Diakonie-Siegel Pflege wendet sich an Altenhilfeeinrichtungen der Diakonie und versteht sich als Qualitätsleitfaden für die Erstellung organisationsinterner Standards und Verfahrensanweisungen. Das so genannte Bundesrahmenhandbuch definiert als Leitfaden Anforderungen an das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement, welche auf die DIN ISO 9001 Bezug nehmen beziehungsweise über deren Anforderungen auch hinausgehen können. Zur Überprüfung der Wirksamkeit des hiermit eingeführten Qualitätsmanagements steht eine Auditcheckliste zur Verfügung. Diese Checkliste wurde in Zusammenarbeit der Landesverbände der Diakonie und der Zertifizierungsgesellschaft EQ-Zert entwickelt. Zum einen dient diese Checkliste einer Selbstkon-trolle, zum anderen wird sie bei einer externen Zertifizierung angewandt. Eine Zertifizierung des Diakonie-Siegels Pflege kann derzeit nur durch die Zertifizierungsgesellschaften EQ-Zert und proCumCert durchgeführt werden. Eine Kombination von der Vergabe des Diakonie-Siegels Pflege und einer Zertifizierung nach der DIN ISO 9001 sind möglich.

KTQ

KTQ ® steht für "Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen". Sie wird von dem Deutschen Pflegerat, dem Hartmannbund, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Bundesärztekammer sowie von den Spitzenverbänden der Krankenversicherungen getragen. Das Ergebnis einer mehrjährigen Entwicklungsarbeit ist der so genannte KTQ-Katalog (seit 2002 zur Bewertung eingesetzt). Der KTQ-Katalog gliedert sich in Kategorien, in denen Fragen zur Bewertung der Qualität zusammengefasst sind. Mithilfe dieses Fragenkatalogs führt das Unterneh-men eine Selbstbewertung durch. Das Unternehmen kann im Anschluss an diese Selbstbewertung Projekte zur Qualitätsverbesserung durchführen. Ist eine Zertifizierung nach den KTQ-Kriterien gewünscht, führt ein interdisziplinäres Team von so genannten KTQ-Visitoren eine Fremdbewertung durch. Die Zertifikatsvergabe ist an die Veröffentlichung des KTQ-Qualitätsberichts sowohl auf der KTQ-Homepage als auch in dem betreffenden Unternehmen gebunden.
Das KTQ-Verfahren ist ursprünglich zur Bewertung des Qualitätsmanagements in Krankenhäusern entwickelt worden, es soll darüber hinaus jedoch auch auf weitere Bereiche des Gesundheitswesens (Rehabilitation, Praxen, Pflegeeinrichtungen und alternative Wohnformen) ausgedehnt werden. Hierzu werden seit einiger Zeit Pilotprojekte durchgeführt.

EFQM-Modell (Ludwig-Erhard-Preis)

Das EFQM-Modell ist die Antwort Europas auf japanische und amerikanische Qualitätspreise. Es bildet die Grundlage zur Vergabe mehrerer Qualitätspreise. Dies sind u. a. der Ludwig-Erhard-Preis und der EFQM-Excellence-Award (vormals der European Quality Award kurz EQA).
Das EFQM-Modell hat wie die DIN ISO 9001 das Total Quality Management zur Grundlage. Es wurde von der European Foundation for Quality Management (EFQM) bereits 1987 entwickelt. Im Unterschied zur DIN ISO 9001 strebt man mit dem EFQM-Modell keine Zertifizierung durch eine unabhängige Prüfinstitution an. Die Philosophie des EFQM beinhaltet die regelmäßige Selbstbewertung im Unternehmen, um Potenziale für Verbesserungen zu erkennen. Für diese Selbstbewertungen steht ein Katalog von Kriterien unterteilt in neun Kategorien zur Verfügung. Hierbei kommt die Methode des Benchmarking (Vergleich mit den Besten) häufig zur Anwendung.
Sofern vom Unternehmen gewünscht, besteht die Möglichkeit Auszeichnungen für die Umsetzung des Qualitätsmanagements zu erhalten. Hierzu sind Prüfungen durch EFQM-Prüfer vorzunehmen.
Die Nominierung für den Ludwig-Erhard-Preis auf nationaler Ebene bzw. für den EFQM-Excellence-Award auf europäischer Ebene ist für sich betrachtet die Anerkennung für höchste Qualität. Den jeweiligen Preis zu gewinnen, belegt, den Vergleich mit den Besten gewonnen zu haben.
Ein QM-System der DIN ISO 9001 in der eigenen Organisation eingeführt zu haben, ist zwar kein Muss, empfiehlt sich jedoch, um die hohen Anforderungen des EFQM-Modells besser verstehen und umsetzen zu können.

Unabhängig vom Verfahren, nach welchem ein Unternehmen sich bewerten lassen möchte, ist die Beschäftigung mit Qualität und dem dazugehörigen systemischen Ansatz für sich betrachtet ein Gewinn für das Unternehmen und seine Kunden.

Artikel erschienen in Care Konkret